MOB ACTION bei Maybrit Illner

Am 30.4. lud Maybrit Illner zur kämpferischen Walpurgisnacht. Das Thema „Klassenkampf um Arbeitsplätze“ versprach viel, doch die Sendung als solche war konzeptlos und schlichtweg langweilig. Der einzige Höhepunkt der Sendung war der Auftritt der Juso-Bundesvorsitzenden Franziska Drohsel, welche nach allgemeinen kapitalismuskritischen Ausführungen in die konkrete Diskussion mit Mathia Wissmann, Präsident des Automobilverbands, ging. Der gab sich als der Vertreter der Sozialpartnerschaft und verwies darauf, dass gerade jetzt in der Krise alle an einem Strang ziehen müssen. Ähnlich äußerte sich bis auf ein paar rhetorische Spitzen auch der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von Opel, Klaus Franz. Er forderte eine Rückbesinnung auf sie „soziale Marktwirtschaft“. Christian Wulf spielte den integrativen Landes-Vater, welcher auf die Erfolge des Standortes Deutschlands verwies. Franziska Drohsel war der radical chic bei diesem TV-Herrengedeck und konnte einige Akzente setzen, das korperatistische Trauerspiel ansonsten nicht aufhalten. Sehr bezeichnend für den deutschen Zustand und die fehlenden sozialen Unruhen, war diese Sendung allemal.


1 Antwort auf “MOB ACTION bei Maybrit Illner”


  1. 1 Heinz-Hemut Schicks 06. Mai 2009 um 12:23 Uhr

    ZITAT korperatistische Trauerspiel ZITAT ENDE

    Korporatistisches Trauerspiel!

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